Sie befinden sich hier:
News-Artikel

VHS-Dozent John Boulton ist geboren in Somerset, liebt seine Sprache und will andere dafür begeistern.

Extra-Zeit nach den Sommerferien: 80 Jugendliche beim Samstagspauken in der VHS


80 Jugendliche in Meerbusch hatten sich dazu entschlossen, bereits kurz nach Ende der Sommerferienzeit an der vom Land NRW geförderten "Extra-Zeit zum Lernen" teilzunehmen. Sieben Kurse bot die VHS Meerbusch dazu an.

Erneut sollte das bewährte Stützprogramm dazu beitragen, pandemiebedingte schulische Lücken zu schließen und im besten Fall auch Motivation zu wecken. Im Angebot waren vier Englischurse für die Klassen 5, 7, 8 und 9 sowie 2 Mathematikkurse für die Jahrgangsstufen 7 und 8, schließlich noch ein Deutschkurs für die Fünftklässler. So ganz freiwillig erfolgte der Kursbesuch des Nachwuchses nicht immer. "Mitunter sieht ein Elternteil die größere Notwendigkeit der Teilnahme", berichtete VHS-Leiterin Béatrice Delassalle-Wischert, die die Extra-Zeit organisierte. Häufig sei es jedoch auch ein fröhliches Wiedersehen mit den vier VHS-Dozierenden gewesen, denn einige der Jugendlichen waren bereits vor den Sommerferien im Rahmen des Aufholprogramms in der VHS unterwegs. Klar war allen, dass es mit Beginn des Schuljahrs wieder richtig zur Sache gehe. "Lücken, die ihr in Mathematik in den unteren Klasse habt, werden euch immer verfolgen, in jeder Jahrgangsstufe. Die kann man nur schwer aufholen und zumeist werden die Defizite immer größer", erklärte Mathe-Dozent Alexander Bleicher seinen Schülern. Während in Englisch und Mathematik die mitgebrachen Levels ganz gut harmonierten, wurde VHS-Dozentin Alexandra Kreutz im Deutschkurs für die Fünfer besonders großer Einsatz abverlangt. Denn auch etliche Jugendliche aus der Ukraine nutzten die Chance des Samstagsunterrichts und hatten es mitunter ganz schön schwer. John Boulton war es ein großes Anliegen, seine Muttersprache weiterzugeben. Im Unterricht des Engländers, der in seiner Freizeit passionierter Schlagzeuger ist, kamen neben Grammatikregeln auch essentielle Dinge, wie Buchstabieren, Aussprachehinweise und grundlegende Hilfestellung beim Erstellen von Texten zur Anwendung. Insgesamt war die VHS sehr zufrieden, dass das kostenlose Angebot trotz äußerst knapper Bewerbungszeit so gut angenommen wurde. Auch von Eltern sei häufig der Hinweis erfolgt, dass der frühe Zeitpunkt im Schuljahr von Vorteil sei, da die Unterstützung nicht erst einsetzen sollte, "wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist".

 

 


Zurück